
1955 wurde die winzige Stadt Arco, Idaho, als erste Gemeinde in der "freien Welt" mit Strom aus Kernkraft versorgt. Der Strom stammte aus dem nahe gelegenen Experimental Breeder Reactor I, der von der Nuclear Reactor Testing Station betrieben wurde. Im Laufe der Zeit geriet die Idee der Nutzung von Kernkraft für die kommunale Stromversorgung in Vergessenheit. Im Idaho National Lab, der führenden Forschungseinrichtung des US-Energieministeriums für Kernenergie, ist die Idee heute jedoch sehr aktuell, da Wissenschaftler und politische Entscheidungsträger gleichermaßen nach Möglichkeiten suchen, mehr Strom zu erzeugen und gleichzeitig weniger Kohlenstoff zu produzieren.
ARCO, Idaho - Am 17. Juli 1955 wurde diese winzige Stadt, die sonst vielleicht für immer von jeglicher Bekanntheit verschont geblieben wäre, aus einem sehr historischen Grund auf die Landkarte gesetzt: Sie wurde der erste Ort in der "freien Welt", der mit "elektrischer Energie aus dem Atom" versorgt wurde.
Der Strom wurde von einem Versuchsreaktor der nahegelegenen National Reactor Testing Station erzeugt, und mit dem Umlegen des Schalters schien eine neue Ära für die Vereinigten Staaten und die Welt einzuläuten: das Atomzeitalter.
Im Laufe der Zeit wurden die USA und andere Länder immer mehr von der Idee angezogen, dass die Kernenergie eine wichtige Alternative zur Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen darstellt. Doch in den 1980er und frühen 1990er Jahren verlor das Land den Appetit auf diese Energiequelle. Sie galt als gefährlich, als zu eng mit Atomwaffen verbunden und als zu viel Atommüll produzierend, und nach und nach wurde die Zahl der funktionierenden Kernkraftwerke immer kleiner. Vielerorts zieht die bloße Erwähnung der Kernenergie einen bösen Blick nach sich.
Aber in Arco ist man immer noch stolz auf die Ereignisse von 1955, und heute wächst die Begeisterung für die Idee, die damals, mitten im Kalten Krieg, so neuartig erschien: die Umstellung auf Kernenergie als wichtige Energiequelle.

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